Unterwegs in Afghanistan
Wolfgang Melchior stellt die Lebenswelten der Bevölkerung in den Mittelpunkt seines Bildbandes.

Unterwegs in Afghanistan

Der Extremsportler Wolfgang Melchior – er marschierte auch schon in einem sechsköpfigen Team ohne technische Ausrüstung in 33 Tagen zum Südpol – hat jetzt einen Bildband über Afghanistan mit dem Titel „Die Seidenstraße – Unterwegs in Afghanistan“ herausgebracht. Das bei Artbook erschienene Buch ist in einer limitierten Auflage von 250 handsignierten Exemplaren erschienen. Melchior bereiste Afghanistan zwischen 2017 und 2019 insgesamt dreimal, aber immer mehrere Wochen lang. In dem Bildband geht es nicht so sehr um die bizarre, teilweise schroffe Gebirgslandschaft dieses umkämpften Landes, sondern um die Menschen und ihre Lebensweisen. Die Bilder zeigen einerseits ihre Gastfreundlichkeit andererseits aber auch ihren kargen Alltag. Viele junge Menschen haben die große Hoffnung, dass sie in Zukunft ohne Angst vor Krieg und Terror in diesem Land leben können. Sie sehnen sich danach Sprachen zu lernen, Theater zu spielen oder Musik zu machen. Ein besonders Beispiel für die Zukunftsvisionen der jungen Generation in Afghanistan ist, dass sich mehrere Frauen zusammengetan haben, und ein Frauenorchester gründeten, das sogar schon Konzerte in Europa gab.

Afghane mit landestypischer Kopfbedeckung                                                                                                               © Pixabay

Zur Sprache kommen Handwerker wie Töpfer, Fliesenmacher, Teppichhändler, ein Goldschmied und ein Steinhauer, aber auch ein Mufti, ein islamischer Rechtsgelehrter, der den Autor trotz des Verbots für Ungläubige zum heiligen Schrein in Mazar-e-Sharif einlässt.  Im Zentrum steht für viele das Geschäftemachen in den Bazaren des Landes. Melchior zeigt aber auch die Divergenz zwischen dem modernen, von einem neuen Denken geprägten Stadtleben und dem Leben auf dem Land, das von der Religion und dem Rat der Ältesten geprägt ist.

red

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