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Kristian Scheed & Lieselotte Lilly Setzer

Jubiläumsausstellung bei Lilly's Art 

Seit 10 Jahren eine fixe Größe am Wiener Kunstmarkt ist „Lilly's Art exclusive antiques“ von Lieselotte Setzer und Prof. Kristian Scheed.  Mit der Eröffnung des Showrooms 2017 in der Dorotheergasse 13 schufen die beiden Sachverständigen das größte epochenübergreifende Kunst- Kompetenzzentrum in der Wiener Innenstadt. In ihrer Jubiläumsausstellung präsentieren sie vom 14. September bis 4. Oktober unter dem Titel „Feier*Werk“ ihre herausragende Sammlung von österreichischen Künstlern unterschiedlicher Epochen, sowie kostbarer Kunstgegenstände. Die Leuchttürme der Ausstellung sind u.a. Carl Molls „Boote am Heustadlwasser im Wiener Prater“, sowie ein Staatsgeschenk von Maria Theresia an den Großsultan Abdul Hamid.

 „Boote am Heustadlwasser im Wiener Prater“

Carl Moll, 1861 in Wien geboren, gilt als eine der wichtigsten österreichischen Künstlerpersönlichkeiten der Jahrhundertwende. Landschaften und Interieurs in charakteristischem Kolorit standen im Zentrum seines Werkes. Seine Bilder – seit 1900 bevorzugte er wie Klimt, das quadratische Format – strahlen Ruhe, fast Geborgenheit, aus. Streif- und Gegenlicht bestimmen die Effekte. Sicherlich fallen Molls Arbeiten zwischen 1900 und 1935 in die erfolgreichste und gesuchteste Periode seines Schaffens. Gegen 1925/30 entstand nach weiten Reisen in den Süden ein erweitertes Verständnis von Licht und Farbe, der Pinselstrich wurde großzügiger, vermehrt verwendete er die Spachtel, mit der er kräftige Farben pastos auftrug. In Molls „Boote am Heustadlwasser im Wiener Prater“ (aufgerufen werden dafür 300.000 Euro) zeigt sich die für Carl Moll typische Strichtechnik und die kraftvolle Darstellung der Natur in intensiven Farbentönen.

Prunk-Barockuhr „Kötl in Wien“: Maria Theresias Staatsgeschenk an den osmanischen Großsultan

Bei dieser äußerst prunkvoll und aufwendig gestalteten Barockuhr handelt es sich wohl um ein Staatsgeschenk der Erzherzogin Maria Theresia von Österreich (1717–1780) an den osmanischen Großsultan Abdul Hamid I (1725–1789). Im 18. Jahrhundert war die Turkophilie („Türkenmode“) an den europäischen Höfen hoch aktuell und zeigte sich in den Interieurs, der Kleidung, dem Porzellan u.v.m. Auch Maria Theresia ließ sich mehrmals in türkischer Tracht porträtieren. Im 18. Jahrhundert besuchten mehrere osmanische Gesandtschaften Wien. Dies führte zu einem regen kulturellen Austausch zwischen beiden Reichen. Ein beeindruckendes Beispiel zeigt das Staatsgeschenk an den Sultan Abdul Hamid I. Bei dem „Kötl in Wien“ (Wien, um 1775) signierten Objekt handelt es sich um eine Prunk-Barockuhr mit Kontra-Boulle-Intarsien (Silber, Messing, Schildpatt) in Form von Blüten, Rankenwerk, Füllhörnern, Engelwesen usw. Das Zifferblatt aus Bronze ist reich graviert, guillochiert und feuervergoldet. Zwei Medaillons mit Darstellungen der Erzherzogin Maria Theresia und des osmanischen Großsultans finden sich auf dem reich gravierten Fronton. Der Wert der Uhr wird auf ca. 80.000 Euro geschätzt.

Gemälde von Josef Mikl

Neben Moll präsentiert „Lilly's Art exclusive antiques“ mit „Große Ebene mit Rot“ von Josef Mikl (1929 Wien – 2008) das Werk eines weiteren bedeutenden Künstlers aus Österreich. Josef Mikl gehörte mit Rainer Hollegha und Markus Prachensky zur Wiener Gruppe St. Stephan. Er vertrat Österreich 1968 bei der Biennale in Venedig.  Von 1969 bis 1997 war er Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von ihm stammen das Decken- und die 22 Wandgemälde in den Redoutensälen der Wiener Hofburg. Kristian Scheed: „Das vorliegende Gemälde ist aus mehreren Gründen zu seinen Hauptwerken zu zählen: Es fasziniert durch seine absolute Größe und einem - doch unabdingbaren - Qualitätsanspruch. Es zeigt, dass für diesen Künstler das solide Handwerk, das Können und das Endprodukt im Mittelpunkt standen. Frohe Farben, gekonnte Formen, die der Phantasie Raum geben und eine perfekte Komposition machen das Gemälde zu einem wahren, Kunst-Werk‘ und einer steten Energiequelle für den Besitzer.“

„Etruria orizontale“ von Markus Prachensky

Markus Prachensky (geb.1932 in Innsbruck – gestorben 2011) in Wien zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen österreichischen Künstlern und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der europäischen informellen Kunst. 1956 gründete Prachensky, gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer, die Künstlergruppe „Galerie nächst St. Stephan“, die sich um den Wiener Priester Otto Mauer, den Domprediger von St. Stephan, versammelte.  Seine frühe explosive Arbeit „Etruria orizontale“  wird durch eine strenge und klare Architektur der Farbbahnen und großer Dynamik bestimmt. 

 

 

Was: 10. Jubiläumsaustellung „Feier*Werk“

Wann: 14. September - 4. Oktober.

Wo: Showroom  Dorotheergasse 13, 1010 Wien

Eintritt frei!

Bildcredit: Lepsifoto