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Zusammenarbeit von de GRISOGONO und Christie's

The Art of de GRISOGONO

The Art of de GRISOGONO, Creation I, ist ein einzigartiges Haute-Joaillerie-Collier mit einem 163,41 Karat schweren Diamanten vom Typ IIa in Farbe D von makelloser Reinheit. Das Collier wird am 14. November 2017 bei Christie's in Genf versteigert. Fawaz Gruosi, der Gründer und Creative Director von de GRISOGONO, war maßgeblich an der Bearbeitung des 404,20 Karat schweren Rohdiamanten beteiligt, vom Schleifen bis zum vollendeten Haute-Joaillerie-Collier. Es ist das erste Mal, das die Maison so intensiv von der Mine bis zum fertigen Meisterwerk in die Kreation eines Schmuckstücks eingebunden war.

Dieser perfekte weiße Diamant ist nicht nur der erste seiner Art, der versteigert wird, und der kostbarste Edelstein, den die Maison jemals fassen durfte, sondern er bedeutet ebenfalls den ersten Schritt in einem grundlegenden Wandel für de GRISOGONO anlässlich des bevorstehenden 25-jährigen Bestehens der Marke. Dank der strategischen Partnerschaft mit Nemesis International kann die Maison nunmehr besonders kostbare Steine von historischer und geologischer Bedeutung verarbeiten, um mit ihrem unverwechselbaren Stil aus Glamour, üppigen Farben, Volumen und einem barocken Prunk und ihrer besonderen Liebe zum Detail neue Maßstäbe im Luxus zu setzen.

 

1. Der Edelstein

Am Vorabend des 4. Februar 2016 gab die Lulo Mine im östlichen Angola ihren bis dato größten Schatz preis: einen 404,20 Karat schweren Rohdiamanten. Als Hommage an den Tag, an dem das Land seinen langen Weg in die Unabhängigkeit feiert, wurde er „4 de Fevereiro“ getauft. Er steht nicht nur an 27. Stelle der größten weißen Rohdiamanten, die jemals gefunden wurden, sondern er ist ebenfalls der größte, der je in Angola gefunden wurde, und wird einen ganz besonderen Platz in der Geschichte einnehmen.

Dank seiner Partnerschaft mit der Diamanthandelsgesellschaft Nemesis International konnte sich de GRISOGONO den „4 de Fevereiro“ schon kurz nach seiner Entdeckung sichern. Unter der Anleitung von Fawaz Gruosi, dem Creative Director und Gründer von de GRISOGONO, kann der Schmuckhersteller nunmehr seine ganz eigene Kreativität bei den beindruckendesten Steinen aus aller Welt spielen lassen, um verblüffende Kreationen zu erschaffen.

Am 17. Mai 2016 wurde der „4 de Fevereiro“ bei den Filmfestspielen von Cannes im Hotel du Cap-Eden-Roc vorgestellt.

Neben seiner eindrucksvollen Größe, Farbe und Reinheit erklärte das Gemmological Institute of America (GIA) in New York den Rohedelstein zu einem seltenen Diamanten vom Typ IIa mit Farbe D, dessen Diamantgitter nur sehr wenig oder keinen Stickstoff enthält. Diamanten vom Typ IIa, die gewöhnlich aus der Region Golkonda in Indien stammen, entstanden vermutlich in tieferen Schichten des Erdmantels als andere, weniger wertvolle Diamanten, und sind aufgrund ihrer Klarheit oder durchsichtigen Eigenschaften besonders gefragt.

Nachdem er geschliffen und poliert wurde, erhielt der 163,41 Karat schwere Diamant am 15. Dezember 2016 vom GIA die Beurteilung „Farbe D“ und „Flawless“ (makellos). Bis heute ist er der größte und makelloseste Diamant der Farbe D im Smaragdschliff, den das Institut je gesehen hat. Laut GIA kann „die extreme Seltenheit eines Diamanten von dieser Qualität nicht hoch genug bewertet werden. Es wurden nur wenige vergleichbare Kristalle aus der Erde geborgen, die keine inneren oder an die Oberfläche gelangten Einschlüsse aufweisen, wirklich farblos sind, chemisch ein reiner Typ IIa sind und eine derart eindrucksvolle Größe besitzen.“

2. Das Schleifen und Polieren

In der nächsten Phase auf seinem Weg zum Ruhm reiste der „4 de Fevereiro“ nach New York, um analysiert, erfasst, zerteilt, lasergeschliffen und poliert zu werden, bis er sich nach 11 Monaten in den eleganten 163,41 Karat schweren Diamanten im Smaragdschliff verwandelte. Der erste Schritt bestand darin, ein Konzept zu entwerfen, um unter Verwendung von einer speziellen Ausrüstung, die auf diese Größenordnung abgestimmt ist, einen Stein von optimaler Schönheit und perfekten Maßen zu erhalten.

Aufgrund der nahezu rechteckigen Form des Steins entschieden sich die Edelsteinschleifer für einen Smaragdschliff. Am 29. Juni 2016 wurde unter Anwesenheit von Fawaz Gruosi und seinem Team in New York mithilfe von alten Steinschleiferwerkzeugen der erste Teil in Handarbeit abgespalten.

 

Vor der ersten Abspaltung hatten die Diamantexperten den Rohdiamanten wochenlang unter verschiedenen Lichteinflüssen beobachtet, jede Rille und jeden Grat vermessen und sein Inneres analysiert, um einen makellosen Stein von maximaler Größe zu erhalten. Nach der ersten Abspaltung folgten auf die weiteren Laserschliffe vielen Wochen, in denen der Schliff mit der Polierscheibe perfektioniert wurde, um die ganze Schönheit des Steins zur Geltung zu bringen.

3. Die kreative Verwandlung

Im Dezember 2016 wurde der 163,41 Karat schwere Diamant von New York nach Genf in den Hauptsitz von de GRISOGONO überführt. Fawaz Gruosi und sein Team standen nunmehr vor der Herausforderung, diesen atemberaubenden Stein in ein Schmuckstück einzugliedern, das einerseits der Philosophie der Marke treu bleibt und andererseits einen hohen Tragekomfort besitzt.

Nach zwei Monaten trafen sie ihre Wahl aus 50 verschiedenen Designentwürfen: ein asymmetrisches Collier mit dem 163,41 Karat schweren Diamanten als Mittelstein, der von Diamanten im Smaragdschliff und von Smaragden veredelt ist. „Ich habe mich für Smaragde entschieden, weil ich ihre grüne Farbe besonders mag und sie gerne mit anderen Steinen kombiniere“, sagt Fawaz Gruosi. „Grün sorgt für einen zauberhaften Kontrast und unterstreicht beide Farben. Darüber hinaus bin ich als Italiener abergläubisch. Grün bedeutet Glück und in meinen Kollektionen ist viel Grün enthalten.“

4. Das Handwerk

Sechs Monate lang investierten 14 Meisterhandwerker und -handwerkerinnen darunter acht Goldschmiede, fünf Edelsteinfasser und ein Edelsteingraveur insgesamt 1700 Arbeitsstunden in die Fertigstellung der Kreation. In den de GRISOGONO Werkstätten fertigten sie jedes einzelne Teil des Colliers in Handarbeit an. Ausgehend von einem höchst detaillierten 1:1 Wachsmodell verfeinerten sie jedes einzelne Detail, während die Gemmologieabteilung Tausende Smaragde und Diamanten zusammenstellte, die individuell geschliffen wurden, um dem Design Harmonie zu schenken.

Mithilfe von einfachem Goldschmiedewerkzeug, das sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat, wurde jedes noch so kleine Stückchen Gold in ihren erfahrenen Händen gemäß der anspruchsvollen Handwerkskunst gesägt, gehämmert, erhitzt, gefeilt und poliert. Unter Lupen und Mikroskopen entstanden Dutzende individueller Einzelteile, die sich am Ende zu einem einzigen Schmuckstück zusammenfügten.

5. Das ultimative Haute-Joaillerie-Collier: Creation I

Inspiriert von der Erhabenheit dieses historischen Edelsteins übertraf sich Fawaz Gruosi in seinem unermüdlichen Streben nach Schönheit nach gewagten und aufregenden neuen Formen wieder einmal selbst. Durch die schlangenförmigen, 

fließenden und scheinbar schwebenden Linien des Colliers legt sich der Diamant in seiner kristallinen Perfektion besonders sinnlich auf die Haut und steht sofort in einer spürbaren Verbindung zu seiner Trägerin.

Das leicht gerundete, tropfenförmige Collier besteht aus zwei mit Edelsteinen besetzten Formen, die sich dem Hals elegant anschmiegen. Auf der einen Seite befinden sich 18 fein abgestufte Diamanten im Smaragdschliff von insgesamt 48,64 Karat, deren Gewicht von 0,48 bis 8,10 Karat reicht. Sie gehen in einer Mischung aus exquisiten, üppigen grünen Smaragden auf, die die andere Seite des Colliers bilden. Alle Diamantfassungen sind auf der Unterseite unsichtbar miteinander verbunden, um ihm die Geschmeidigkeit einer Kette zu verleihen. Die goldenen Fassungen aller Diamanten sind mit 862 Diamanten im Brillantschliff von insgesamt 6,52 Karat besetzt und werden darüber hinaus durch kleine Smaragde hervorgehoben, die in jede Goldoberfläche gefasst sind. Das ganze Collier ist mit 5949 Smaragden im Brillantschliff von insgesamt 38,84 Karat besetzt.

Die andere Seite des Colliers wird von einem sich verjüngenden, gewundenen Band aus Weißgold gebildet, das mit Smaragden und Diamanten im Brillantschliff besetzt ist, die zum eiswürfelförmigen Diamanten von 163,41 Karat führen. 66 Smaragde im Tropfenschliff von insgesamt 120,42 Karat schmiegen sich der Haut sanft an und erwachen leicht zitternd zum Leben, sobald ihre Trägerin sich bewegt. Um den Kontrast zwischen den weißen Diamanten und den leuchtend grünen Smaragden besonders zu betonen, wurde alles sichtbare Gold schwarz rhodiniert: Das Ergebnis ist ein wunderschöner Chiaroscuro-Effekt.

Die Fassung, die den 163,41 Karat schweren Diamanten hält, ist mit 399 Diamanten im Brillantschliff verziert. Ihre Krappen werden von vier Diamanten im Baguetteschliff verdeckt, um für ein atemberaubendes Funkeln zu sorgen. Auf der Rückseite der Fassung ist der Schriftzug „163.4 D Flawless“ eingraviert. Die Liebe zum Detail reicht bis zur Schließe, die von einem 0,54 Karat schweren Smaragd gekrönt wird. Und auch die Unterseite des Colliers ist anspruchsvoll veredelt, wie das Spiralmotiv des Hauses zeigt, das die Goldschmiedearbeiten bedeckt, die das Collier verstärken.

Dank eines speziell entwickelten, komplexen Mechanismus, der für höchste Sicherheit sorgt, kann der Besitzer den Diamanten einfach abnehmen. Sobald das Collier einen Besitzer gefunden hat, wird de GRISOGONO ihm das Angebot einer privilegierten Zusammenarbeit unterbreiten, um gemeinsam weitere Kreationen wie eine Manschette, ein Diadem oder eine Brosche zu gestalten, in die sich dieser eindrucksvolle Diamant einsetzen lässt.

 

4. 10. 2017 / gab
Bildcredit: de GRISOGONO